Ingenieure und Planer USIC
Landschaftsarchitekten BSLA
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    Schulanlage Vorstadt Solothurn

    Wettbewerb 2018, 4. Preis

    „Es ist ein, dass möchte man sagen: zierliches Gebäude, das da am Stadtrand im Grünen entstanden ist. Die relativ geringe Höhe von zwei Etagen, die auf die benachbarte Kapelle Rücksicht nimmt und die Aufteilung in Klassen-, Wohnungs- und Turnhallentrakt bieten den Eindruck einer wohltuenden Auflockerung, die nichts mehr mit den Steinriesen der Schulhäuser vor 50 Jahren zu tun hat.
    Die ganze Gebäudeanlage öffnet sich im Winkel gegen die Sonnen und schliesst die kommenden Grünplätze ein.“

    Was in den 50er-Jahren Gültigkeit hatte, gilt auch für die Erweiterung: filigran und sorgfältig gestaltet, gliedert sich das neue Volumen in die bestehende, denkmalpflegerisch bedeutende  Gesamtanlage ein und stärkt mit seiner Stellung sowohl den Baubestand wie auch den Aussenraum. Ziel ist, dass das sowohl als Lernort für die Schule als auch als Aufenthalts-, Sport- und
    Sozialraum für die umliegenden Quartiere dienende Schulareal mit einem gestalterisch, technisch, wirtschaftlich und ökologisch überzeugenden Projekt im Geiste der vorhandenen Qualitäten zu erweitern.

    Der bestehenden, winkelförmigen Anlage wird am Fuss des Bahndamms ein 4-geschossiger Solitär entgegengesetzt. Durch seine südlich der Turnhalle vorgelagerte Setzung unterstützt der Neubau die Zonierung des Aussenraumes in zwei unterschiedlich gestaltete Bereiche, gleichzeitig bindet er sich in das vorhandene Erschliessungsnetz ein. Durch den neuen Zugang über den
    Bucheggweg öffnet sich die Anlage verstärkt zum nordöstlich angrenzenden Quartier. Das sich in die Höhe entwickelnde Volumen steht im Kontrast zur mit 2 Geschossen eher flachen, in die Landschaft greifenden bestehenden Anlage und belässt dieser ihre Eigenständigkeit. Der Neubau reagiert bezüglich Distanz zum Bestand und mit der Gebäudehöhe angemessen auf den umgebenden Kontext. Das wertvolle Ensemble Dreibeinskreuzkapelle – Zollhäuschen und Schulanlage wird respektiert, der Neubau setzt einen neuen Gegenpunkt auf der Südseite der Anlage. Der 4-geschossige Punktbau stärkt die Anlage und reagiert auf die im Süden erhöhte Wohnquartiere und auf das im Westen grösser werdende Industriequartier, ohne den vorhandene Grünraum zu schmälern.
    Architektonisch prägend für den Neubau sind das klare Volumen, die Orientierung der Klassenzimmer mit den Loggien in den Park und die vielschichtigen Fassaden. Im Sinne der Aufgabenstellung bietet die Erweiterung der Schulanlage eine stufengerechte Lernlandschaft an. Die den Kindergärten zugeordneten Aussenräume stehen in direkter Verbindung mit dem Innenraum, die Benutzer erleben eine räumlich reiche Wahrnehmung von Innen und Aussen. Die Wiederentdeckung der Freiluftschule (vergl. Openluchtschool von J.Duiker 1930 in Amsterdam) begleitet den  Entwurfsprozess.

    Der ökologisch wertvolle Aussenraum wird sanft saniert, ein grosszügiger Sand- und Wasserspielbereich, diverse Kletter- und Schaukelmöglichkeiten, Holzstämme, Steine, Spielhügel, Sitzkreise ergänzen die Erlebnismöglichkeiten auf dem Schulgelände. Der ökologische Wert der Anlage wird durch eine Wildhecke und die Anlage von Trockensteinbiotopen erhöht. Eine Blumenwiese bietet
    vielfältige Möglichkeiten, Pflanzen, Insekten, Düfte und den Lauf der Jahreszeiten zu erleben. Einige einheimische Bäume ergänzen die zentrale Baumgruppe auf dem Pausenplatz.

    Team: spaceshop Architekten GmbH, Biel; Weber + Brönnimann AG Landschaftsarchitekten
    Auftraggeber: Stadtbauamt Solothurn

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